Sicherer Schulweg – so bereitest du dein Kind vor

Sicherer Schulweg

Ein sicherer Schulweg – die ganz besondere Herausforderung beim Schulstart. Kindern tut es gut den Weg zur Schule zu Fuß zurückzulegen. Frische Luft und Bewegung hilft in den Tag zu starten, wenn möglich auch mit einem Freund oder einer Freundin an der Seite. Den Schulweg zu Fuß zu bestreiten hat drei entscheidende Vorteile:

  • Bewegung
  • weniger Umweltbelastung
  • Verkehrserziehung

Dir ist es zu gefährlich, dein Kind allein in die Schule zu schicken? Gern kannst du es die ersten Wochen oder bei einem besonders schweren Schulweg das erste Schuljahr noch begleiten. Lass aber das Auto stehen und geh mit zu Fuß. Denn das größte Unfallrisiko stellen die sogenannten Elterntaxen dar. Also Eltern, die ihr Kind möglichst sicher genau vor dem Schultor absetzen wollen und dabei die ohnehin schmalen Zufahrtswege blockieren und den Schulweg der anderen Kinder damit unsicherer machen.

Besondere Gefährdung von Kindern im Straßenverlehr

Kinder müssen einiges lernen, auch die Fähigkeit zur Verkehrsteilnahme. Aufgrund ihrer Körpergröße können sie herannahende Fahrzeuge schlechter sehen und werden zeitgleich von den Fahrern schlechter gesehen. Hinzu kommt das im Vergleich zu Erwachsenen verminderte Seh-, Hör-, Reaktions- und Konzentrationsvermögen. Kindern fehlt es damit naturgemäß noch an motorischen und sozialen Fähigkeiten und dem Verständnis von Verkehrsabläufen. Insbesondere die noch nicht ausgereifte Fähigkeit zur Gefahrenwahrnehmung macht die besondere Gefährdung von Kindern im Straßenverkehr aus. Denn die trägt maßgeblich zu
einem sicheren Verkehrsverhalten bei, indem gefährliche Situationen erkannt und vermieden werden können.

Das bedeutet aber nicht, dass du dein Kind vor all diesen Gefahren bewahren musst. Vielmehr musst Du deinem Kind helfen, auch diese Fähigkeiten zu erlernen. Und das nicht vom Beifahrersitz deines Autos heraus, sondern als eigenständiger Verkehrsteilnehmer.

Sicherer Schulweg – Schon vor der Einschulung üben

Tipp: Fang so früh wie möglich an den Schulweg zu üben! Begib dich dabei in die Situation deines Kindes. Also geh auch mal in die Knie und überprüfe wie übersichtlich die Situation an der Straße aus der Sicht des Kindes ist.

Fahrradprüfung – Sicherer Schulweg mit dem Fahrrad?

Die langfristige Unfallstatistik der Kinderunfälle ist deutlich rückläufig. Die meisten Unfälle passieren mit dem Fahrrad. Deshalb wird empfohlen, Kindern im Grundschulalter nicht mit dem Fahrrad zur Schule zu schicken. Denn das Fahrrad stellt an seine jungen Fahrer hohe Anforderungen in Bezug auf Motorik und Konzentrationsfähigkeit. Erst ab neun Jahren entwickeln Kinder das Verständnis für vorbeugende Maßnahmen, durch die Unfälle reduziert werden können. Vollständig ausgebildet sind Konzentrationsfähigkeit, Verkehrsverständnis und Reaktionszeit sogar erst ab dem 14. Lebensjahr. Bis dahin gelten junge Radfahrer als unsichere Verkehrsteilnehmer!

In der vierten Klasse gehört häufig spezielles Fahrradtraining zum Lernplan, die sogenannte „Fahrradprüfung“. Genau wie beim Führerschein gibt es bei der Fahrradprüfung einen theoretischen und einen praktischen Teil. In der Theorie werden 20 Fragen gestellt. Die Praxis-Prüfungdauert etwa 10-15 Minuten. Es werden Kenntnisse über Verkehrszeichen, Regeln im Straßenverkehr sowie Erste Hilfe vermittelt. Weitere Informationen zum Fahrradführerschein erhältst du hier.